Personal Branding versus Selbstdarstellung

21. April 2022

Ist Personal Branding Selbstdarstellung? Oder sind Selbstdarsteller Personal Brands? Dieser Frage möchte ich auf den Grund gehen und Ihnen meine Erfahrungen aus beinahe 10 Jahren mit dieser Kommunikationsmethode weitergeben. Sie werden selbst feststellen, dass es große Unterschiede gibt und es trotzdem zusammen gehört.

 

Was ist Personal Branding?

Ich stelle immer wieder fest, dass zwar vielen der Begriff „Personal Branding“ leicht über die Lippen geht, gleichzeitig besitzen die meisten nur nebulöse Vorstellungen davon, was Personal Branding eigentlich ist.

Um es auf einen Nenner zu bringen: Personal Branding ist eine Kommunikationsmethode, die der fachlichen Expertise die Persönlichkeit des Absenders hinzufügt. Oder einfach gesagt – Ihre Kompetenz in Verbindung mit Ihrem individuellen Charakter.

Hier habe ich einen ganzen Artikel zu diesem Thema geschrieben.

Wer also wie ich zum Beispiel eine Dienstleistung zu verkaufen hat, für den ist dieses Thema hochinteressant. Denn ich habe ein Interesse daran, dass mich meine Kunden sowohl von meiner Fachlichkeit schätzen als auch mit mir als Mensch gut klar kommen. Nur so kann ich  beste Ergebnisse und den größten Nutzwert für meine Kunden erzielen.

Das geschieht auf Gegenseitigkeit. Denn Kunden, die bei mir beides schätzen sind so gut wie immer Menschen, die ähnliche Werte wie ich besitzen. Das heißt, wir funken auf einer Wellenlänge, haben oft ähnliche Einstellungen, was die Kommunikation und das Verständnis untereinander immens fördert. Außerdem ist es angenehm, mit Menschen zu arbeiten, die man gut versteht.

Aus diesem Grund ist Personal Branding eine Kommunikationsmethode für viele Menschen, die über Ihre Persönlichkeit etwas zu verkaufen haben: Dienstleistungen, Produkte und natürlich auch Methoden, Meinungen, Anforderungen und vieles mehr fallen darunter. Also spannend für viele Selbständige, Unternehmer:innen, Intrapreneure und Führungskräfte.

 

Was ist Selbstdarstellung?

Selbstdarstellung ist sachlich betrachtet die Art und Weise, wie sich eine Person, eine Gruppe oder Institution in der Öffentlichkeit anderen gegenüber vorstellt. Das macht jeder auf seine Weise und daran ist definitiv nichts verwerfliches zu finden. Denn ohne geht es auch nicht. Auch hier gilt im übertragenen Sinne der Satz von Paul Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Also kann man sich nicht nicht selbst darstellen.

Egal wie intro- oder extrovertiert wir sind, andere nehmen uns wahr und machen sich ein Bild von uns. Das ist der berühmte erste Eindruck, der entsteht und sich ins Gedänchtnis einprägt.

Selbstdarstellung ist also nicht zu vermeiden und es wäre auch seltsam, wenn man das versuchen würde. Unsichtbar ist ja schließlich keiner – außer vielleicht ab und zu Harry Potter mit seinem Tarnumhang. Deshalb ist es spannend, das Thema Personal Branding versus Selbstdarstellung zu bewerten.

 

Warum ist für viele die Selbstdarstellung negativ behaftet?

Ich bin kein Wissenschaftler, doch mein Eindruck ist, dass für viele die negativ behaftete Selbstdarstellung von anderen dann unangenehm empfunden wird, wenn sich eine Person, Gruppe oder Institution zu gewollt inszeniert und damit nicht authentisch wirkt.

Hier sind die Grenzen individuell verschieden und auch typabhängig. Vermutlich wird ein und dieselbe Person von dem einen als interessant und dem anderen als unangehem empfunden. Teilt man beispielsweise einige Werte oder Ansichten mit dem oder der Selbstdarsteller:in, dann urteilt man sicher milder als wenn das nicht der Fall ist.

Angeber mit Mercedes

Doch jeder weiß für sich genau, wann die Grenze der Unglaubwürdigkeit erreicht ist. Das ist oft dann der Fall, wenn eine Persönlichkeit tendenziell übertreibt, unglaubwürdige Erfolge präsentiert, irgendwie „unecht“ bzw. nicht authentisch empfunden wird. Also eine Rolle spielt, die man dem Gegenüber nicht abnimmt.

Selbstdarsteller in diesem negativen Sinne sind Angeber, die nur ein Interesse haben: sich übertrieben gut darzustellen. Übertrieben aus den Augen anderer, nicht in denen des Selbstdarstellers. Egozentriker, die glauben, die Welt drehe sich nur um sie.

Zugegeben, davon gibt es eine Menge, vor allem auf Social Media Plattformen, auch auf LinkedIn.

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Gehört Selbstdarstellung zum Personal Branding dazu?

Natürlich. In gewisser Weise schon. Doch das ist ein Drahtseilakt. Denn wer im Sinne von Personal Branding seine Marke aufbauen und stärken möchte, braucht auch Persönliches. Bilder von sich und seinem/ihrem Tun.

Aus meiner Sicht dürfen das auch Schnappschüsse sein – es müssen nicht permanent professionell fotografierte Bilder eingesetzt werden. Doch ich für mich achte immer darauf, nicht zu leger oder zu salopp rüber zu kommen. Eine gewisse Seriösität gehört zu meiner Marke.

Die zwangsläufige Selbstdarstellung während des Personal Branding Prozesses rückt in den Hintergrund, wenn Sie guten Content bringen. Sorgen Sie dafür, dass alle (oder die meisten) Ihrer Botschaften einen fachlichen Hintergrund besitzen. Hier zählt Qualität vor Quantität. Lieber weniger, dafür gute Informationen. Kein Allerweltsgeplappere, wie man es zur Zeit beispielsweise auf LinkedIn oft sieht. Sondern echte Themen, die Menschen interessieren.

 

Personal Branding mit Content Creation.

Wieder so ein neudeutsches Wort – Content Creation. Der Sinn davon ist jedoch gut und hilft uns, unsere Marke fachlich zu stärken. Denn als Content Ceator erstellen wir multimediale Inhalte für unsere Zielgruppe mit unserer Expertise. Das verstehe ich als Verpflichtung, gute Qualität zu liefern.

Wir müssen uns immer fragen, was der Zweck unserer Marke ist. Für mich ganz klar: Netzwerk erweitern, stärken, Inspiration bekommen, Kunden gewinnen. Das funktioniert nur, wenn alle wissen, womit man sich beschäftigt und wo man selbst einen Expertenstatus besitzt.

Aus den letzen knapp 10 Jahren „Content Creation“ (damals gab es diesen Begriff nicht nicht), kann ich bestätigen, dass das funktioniert. Ich habe sowohl auf Facebook, auf XING als auch auf LinkedIn interessante Menschen kennen gelernt, die mir im Beruf weiter geholfen haben. Und die mich beauftragt haben.

Das können Sie auch. Machen Sie sich einen Themenplan und teilen Sie Ihre Themen in „snackable“, also kleine Bestandteile ein. Daraus ergeben sich viele Ideen, die Sie für Ihre Personal Brand nutzen können. Falls Ihnen die Content Ideen ausgehen, habe ich hier einen weiteren Artikel für Sie.

Hilfe und Unterstützung gebe ich gerne

Tel. & WhatsApp: +49 1525 8931833
E-Mail: sr@personal-brands.com




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