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Die verflixte Sache mit dem Alter: Was mit uns passiert, wenn wir auf die 50 zugehen 🎧

13. Dezember 2020

Ich kenne Leute, die fĂŒhlen sich schon mit 30 alt, bei anderen beginnt das irgendwann Mitte 60. Ich spreche momentan mit vielen Ende 40. Der Zeitpunkt ist egal, aber irgendwann kommen wir an den Punkt, wo wir uns ĂŒber unser Alter Gedanken machen und feststellen, dass das Leben endlich ist. Auch und vor allem das Berufsleben. Deshalb wollen manche etwas verĂ€ndern und beginnen den Prozess mit Personal Branding und der Persönlichkeitsarbeit mit der eigenen Marke.


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Was macht das Àlter werden mit uns

Eine ganze Menge, wĂŒrde ich sagen. Ich rede nun nicht von Altersmilde oder gar Weisheit, sondern von anderen Dingen, die in manchen Köpfen umher schwirren und vielleicht zum Leben erweckt werden wollen.

Bei mir war es meine SelbstĂ€ndigkeit mit Ende 40, die mir als kĂŒnftiger Berufsweg attraktiver erschien als das bisherige Angestelltenleben. Der Grund dafĂŒr war banal – die Konsequenzen und Auswirkungen auf mein Leben danach immens.

Ich hatte einfach keine Lust mehr auf dasselbe Thema, nur eben mit einer anderen Agentur. Das war fĂŒr mich Jammern auf hohem Niveau, denn wer die Arbeit in Werbeagenturen kennt, weiß, dass es dort keine AnzĂŒge von der Stange gibt, sondern immer nur Maßanfertigungen fĂŒr die Kunden. Trotzdem waren mir die AblĂ€ufe innerhalb meiner Rollen beinahe zur Gewohnheit geworden und das wollte ich durchbrechen.

Deshalb entschied ich mich recht blauĂ€ugig fĂŒr meine SelbstĂ€ndigkeit und habe es bis heute nicht bereut. In den letzten beinahe 10 Jahren habe ich mehr gelernt, als ich es fĂŒr möglich gehalten habe. Nicht aufgrund eines ausgeklĂŒgelten Plans, sondern aus Neugierde und weil ich eine Relevanz dafĂŒr gesehen habe.

Außerdem habe ich etwas gelernt, was fĂŒr mich persönlich sehr wohltuend war: KĂŒnftig bin ich fĂŒr alle Dinge selbst verantwortlich. Das heißt, ich entscheide bei jeder TĂ€tigkeit, ob ich das möchte; ich entwickle mich dahin, wohin mich mein Interesse fĂŒhrt und es gibt niemanden mehr, der mir etwas vorschreibt. Im Umkehrschluss gibt es auch keinen, den ich fĂŒr Situationen verantwortlich machen kann – außer eben mich selbst.

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Ende 40 ist fĂŒr Manche ein Zeitraum fĂŒr VerĂ€nderung

Als ich den Sprung ins kalte Wasser wagte, hĂ€tte ich gesagt, dass der Zeitpunkt rein zufĂ€llig war. Heute denke ich anders darĂŒber. Wenn man auf die 50 zugeht, erreicht man ein Alter, indem man frĂŒher fĂŒr alt gehalten wurde. SprĂŒche wie 50 ist das neue 40 machen das nur schlimmer.

So geht es auch einigen Menschen, die mich anrufen und mit mir ĂŒber Personal Branding reden möchten. Begriffe wie Standortbeschreibung oder Reflexion fallen schon bei den ErstgesprĂ€chen. TatsĂ€chlich arbeite ich heute mit einigen Persönlichkeiten, die nicht primĂ€r das Selbstvermarktungsthema brauchen, sondern wissen wollen, was noch so alles mit den vorhandenen Talenten, Einstellungen und Expertisen geht.

Denn Ende 40 kann der erste Zeitpunkt sein, an dem man sein vergangenes und vor allem kĂŒnftiges Berufsleben mit anderen Augen sieht, als man das jahrelang gemacht hat. Die Frage, was man die nĂ€chsten 15 – 20 Jahre beruflich tun möchte, rĂŒckt in den Vordergrund.

Dann beschĂ€ftigen sich diese Menschen mit ihrem noch sehr diffusen Thema, schauen sich im Internet um und stoßen auf das Thema Persönlichkeitsarbeit.

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Die Marke als Konzentration der eigenen Persönlichkeit

Der eigene Blick auf sich selbst ist oft verstellt von vielen Details, die einem durch den Kopf gehen. Außerdem misstrauen wir uns als selbstreflektierende Menschen ein wenig, da wir wissen, dass das Eigenbild nur etwas ist, das in unseren Köpfen lebt. Wer kann also helfen?

Dann klingelt bei mir das Telefon und ich fĂŒhre ein spannendes, interessantes und oft sehr persönliches GesprĂ€ch. Dabei biete ich den Anrufern an, sich mit ihrer Marke zu beschĂ€ftigen. Denn die Marke selbst stellt unsere Persönlichkeit in einer stark komprimierten und vereinfachten Form dar. Und zwar das, was uns ausmacht..

Ich bin fest davon ĂŒberzeugt, dass die Erarbeitung der eigenen Marke den Blick lichtet. Wo ich vorher nur BĂ€ume gesehen habe, erblicke ich jetzt einen stattlichen Wald. Darum geht’s zunĂ€chst – den  Blick auf sich selbst aufklĂ€ren.

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Einsatz der Marke

Also machen wir uns daran, die Persönlichkeitsmarke mit allen Facetten zu erarbeiten. Danach diskutieren wir, was der zunĂ€chst richtige Umgang damit ist. Ob die Marke fĂŒr die eigene Standortbestimmung genutzt oder damit das persönliche Marketing gesteuert wird, darf spĂ€ter entschieden werden.

Ich stelle im Prozess der Markenentwicklung immer wieder fest, dass diese Reise zu sich selbst vielen meiner Kunden bereits genĂŒgt, um die nĂ€chsten Entscheidungen vorzubereiten oder zu treffen. Es tritt zutage, was vielleicht bisher gefehlt hat, wovon man kĂŒnftig mehr oder weniger möchte.

So oder so – die Marke ist der erste konkrete Schritt, um fĂŒr sich selbst zu entscheiden, wie man weitermachen möchte. Sie ist, was sie ist und kann jahrelang genutzt werden.

Und ob das mit Ende 40 oder frĂŒher oder spĂ€ter stattfindet, ist egal. Aber es kommt. Ganz bestimmt.

Falls Sie das gerade umtreibt, dann lassen Sie uns reden. Ich verspreche Ihnen, danach sehen Sie ein wenig klarer.

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Stephan Raif im Jahr 2050 – wenn alles gut geht 😉

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Fotos oben: Daria Pimkina, Peter van Eijk – beide unsplash.com




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