Personal Branding für Frauen: Warum die meisten Kunden von mir weiblich sind

6. Juli 2020

Ich mache bereits seit kanppn 9 Jahren Personal Branding für Persönlichkeiten. Die ersten Jahre hatte ich quasi ausschließlich Männer, die mich anfragten, mit mir ins Gespräch kamen und mit mir gearbeitet haben. Heute ist das anders. Es sind die Damen, die reges Interesse an einer Zusammenarbeit haben. Warum ist das so?

Mehr Reflektion, schneller Unterstützung holen

Frauen und Männer unterscheiden sich in manchen Dingen stark voneinander. Tendenziell sind Männer viel schneller sicher, dass sie gute Typen sind und der Welt etwas zu sagen haben. Frauen zweifeln und zaudern länger, bis es ihr Selbstbewusstsein zulässt, entsprechend aufzutreten.

Diese Erfahrung mache ich ab und zu bei meinem Personal Branding Modul „Reflektion“. Hier geht es um die Markenkernwerte, also die typischen Charakter-Eigenschaften und Werte von meinen Kund:innen, für die sie in ihrem Umfeld bekannt sind. Vor allem die Jüngernen (also bis ca. 30 Jahre) unter- bzw. überschätzen sich gerne ein wenig, so meine persönliche Erfahrung. Während das Selbstbild junger Männer tendenziell etwas übersteigert ist, stellen die jungen Frauen gerne ihr Licht unter den Scheffel.

Ab Mitte 30 stelle ich das kaum mehr fest. Dann haben Männer wie Frauen etwas mehr Lebenserfahrung und sind auch schon ein paar Jahre im Job. Das hilft, ein klares Selbstbild von sich zu festigen, das während meines Reflxion-Moduls durch das erfragte Fremdbild aus dem Netzwerk der Persönlichkeit bestätig wird. Es gibt nur noch interessante Ausnahmen, über die wir während meiner Beratung sprechen.

Trotz guter Selbsteinschätzung habe ich jedoch immer wieder bemerkt, dass sich die Damen mehr Gedanken über sich, ihre Profession, die Mitspieler und ihre Kunden machen. Ich habe viel Kontakt zu ausgezeichneten Expert:innen auf ihrem Gebiet und vor allem die Frauen können die jeweiligen Schritte zur eigenen Erkenntnis klarer und detalillierter benennen als meine Geschlechtsgenossen (auch wie ich selbst). Das ist ziemlich beeindruckend.

Also erkennen die Damen rasch ihre Themen und wissen, wo sie sich Hilfe holen wollen und wo sie sich selbst in Eigenstudium weiterbilden möchten. So finden manche Damen den Weg zu mir – und ich freue mich darüber. Natürlich auch über die Herren, doch die sind bei mir vor allem in den letzten Monaten rarer geworden.

Mehr emotionale Intelligenz der Damen

„Nice guy füllt keinen Brotschrank“ – das war vor Jahren der erste Kommentar meiner damaligen Chefs, als ich in einer Führungsrolle in einer Werbeagentur startete. Ihnen missfiel, dass ich „zu nett“ zu den Leuten bin, zu viel mit ihnen rede und mich dutzen lasse. Als Chef müsse man klare Kante zeigen, klare Ansagen wie ein Feldwebel machen, klare Vorstellungen zur (kreativen) Ausführung haben und so weiter.

Ein paar Monate später haben sich alle in der Agentur gedutzt, das Betriebsklima war im Gegensatz zu früher top, die Arbeitsbereitschaft und -moral so gut wie nie und wir entwickelten echte Teams, die auch bei Neukunden punkten konnten. Den „Chef“ musste ichnur selten geben – die Rollen waren klar definiert und akzeptiert. Das war in den späten 90gern.

Heute hat sich das Thema „emotionale Intelligenz“ in der Wirtschaft als klarer Vorteil heraus gestellt. Gleichzeitig bleibt die emotinale Intelligenz häufig eine Eigenschaft, die mehr den Damen als den Herren zugesprochen wird. Im richtigen Leben ist das nach meiner Erfahrung ähnlich – die Empathie und entsprechende Soft Skills, um andere besser zu verstehen, besitzen häufiger die Frauen.

Genau das ist eine super Voraussetzung für Personal Branding. Denn wer emotionale Intelligenz besitzt, weiß wie die eigene Persönlichkeit zusammen mit den eigenen Experten-Themen, die andere interessieren, platziert. Denn damit ist es einfacher, sich in seine Kunden situativ und von der Gefühlslage her hineinzuversetzen. Wer so kommunizieren kann, gewinnt Kundenherzen und verkauft sein Thema besser. Nun raten Sie mal, welchem Geschlecht ich diese Fähigkeit mehr zutraue … 😉

Beziehungsaufbau auch zu mir

Ein Vorteil meiner Beratung ist es für manche, dass ich außerhalb derer Netzwerke in den beruflichen Dunstkreis meiner Persönlichkeiten komme, unser Projekt mache und dann wieder verschwinde. Keinen weiteren Kontakt, falls nicht gewünscht. Natürlich auch nicht zum Netzwerk, zu den Kollegen oder zu sonst wem aus dem Bekanntenkreis meiner Kunden.

Männer schätzen das oft, denn so kann ich quasi unbemerkt von derem Umfeld mit ihnen arbeiten und bin dann irgendwann wieder unsichtbar.

Bei Frauen ist das nicht selten etwas nachhaltiger. Manche verschwinden für mich auch, doch einige halten den Kontakt, suchen weitere Gespräche, holen Tipps ein oder sprechen Empfehlungen aus. Das habe ich definitiv und auffällig bei mehr Frauen erlebt als bei Männern. Eine interessante Beobachtung, finde ich.

Eine weitere Zuspitzung meiner Zielgruppe:
Weibliche Führungskräfte und C-Level Persönlichkeiten?

Im Moment führt es dahin – ohne dass ich meine Zielgruppe entsprechend einschränke. Mir ist das recht und mal sehen, wer sich künftig bei mir meldet. Bin gespannt und falls Sie noch überlegen, wie Sie Ihre Marke über Ihre Persönlichkeit vermarkten können, rühren Sie sich bitte bei mir.

Ladies first 😉

 

 

Fotos:

Thanks to Nathan Wright for sharing their work on Unsplash.
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