Ich skaliere nicht 🎧

14. Januar 2021

Der Hebel, um irgendwann gutes Geld zu verdienen, ist die Skalierung eines Geschäftsmodells. Stellt jemand beispielsweise eine Jacke her, dann kostet es nicht viel mehr, die Jacke 10 mal oder 1.000 mal zu schneidern. Also kann auf diese Weise der Umsatz und Gewinn rasch erhöht werden.


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Deshalb ist ein Start-up oder ein Unternehmen für viele hoch interessant, wenn es skalieren kann. Danach strebt im Grunde die gesamte Geschäftswelt. Ich nicht.

 

Durch Skalierung gibt es Kleidung von der Stange

Logisch, dass es durch die Skalierung bei meinem einfachen Beispiel, der Jacke, viele gleiche Modelle gibt. Mir persönlich ist das in vielen Fällen egal. Denn so kann ich ein qualitativ hochwertiges und dennoch preiswertes Kleidungsstück kaufen. Dafür nehme ich in Kauf, dass es vielleicht nicht einwandfrei passt und viele damit herum laufen.

Schneider

Trotzdem gibt es Menschen, die auf Maß schneidern lassen. Warum ist das so?

 

Hohe Qualität durch Individualisierung

Wer etwas besonderes möchte, lässt es individuell anfertigen. Meine Eltern beispielsweise fanden keine Küche, die ihren Erwartungen und Qualitätsvorstellungen entsprachen. Denn sie sollte sowohl funktional wie zeitlos modern als auch als Raumtrenner fungieren. Also beauftragten sie den örtlichen Schreiner, der die Küchenmöbel nach deren Angaben schreinerte. Sie sind so schön geworden, dass sie auch heute noch gut aussehen und kein bisschen altmodisch. Gebaut wurden sie 1971.

Ich baue zwar keine Möbel und fertige keine Kleidung auf Maß an, doch auch ich arbeite individuell.

 

Jede Persönlichkeit ist anders. Also braucht auch jede eine andere Betreuung.

Wenn wir über Personal Branding sprechen, dann geht es um ganz unterschiedliche Menschen und unterschiedlichen Leben in unterschiedlichen Situationen. Wie könnte ich da ein skaliertes Geschäftsmodell überbügeln, das jeden ein klein wenig gleich macht?

Das funktioniert nicht und genau darin liegt der Reiz meiner Arbeit. Zwar habe ich eine Methodik, der ich meistens folge, doch kann ich davon nichts automatisieren oder abgeben. Denn Empathie in Verbindung mit profunder Markenerfahrung (und über 20 Jahren Praxis) sowie fast 10jähriger Personal Branding Expertise sind nicht so häufig anzufinden.

Ich könnte mir vorstellen, dass andere es anders gut machen – doch der Unterschied zwischen mir und ihnen wäre mir zu groß. So oder so. Falls es überhaupt möglich ist.

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Andere machen es trotzdem.

Sie denken von vorn herein daran, wie sie ihre Beratung skalieren könnten, selbst bei so individuellen Themen wie Personal Branding. In Workshops, Trainings oder gar kompletten Portalen, die gespickt voll von Theorie und Tipps sind, die hauptsächlich via Video präsentiert werden. Selbstlernen also, was grundsätzlich eine gute Idee ist. Doch der Grad der Individualisierung ist natürlich begrenzt.

Für viele funktioniert das und sie kommen damit weiter. Meinen Kunden ist das definitiv zu wenig – und das lassen sie sich auch etwas kosten.

 

Ich bin trotzdem reich geworden durch Personal Branding

Die Gespräche, die ich mit unterschiedlichsten Menschen führen darf, ob CEO, Direktor:in, Coach, Unternehmer:in, Selbständige, Schauspieler, Musiker … sind so spannend, illuster und interessant, dass sie einen Teil meiner Bezahlung sind. Sie strengen mich nicht an, sondern beflügeln mich. Sie motivieren mich immer aufs Neue, mein Bestes zu geben. Für meine Kunden und für mich.

Deshalb werde ich das nicht ändern und genieße jeden einzelnen Auftrag. Gerne auch mit Ihnen.

 

Fotos: Salvador Godoy on unsplash, Stephan Raif

 




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