Warum Personal Branding nicht Personal Marketing heißt

13. Juni 2019

Alle Persönlichkeiten, die zu mir kommen um ihr Personal Branding zu forcieren, haben zunächst die eigentliche Selbstvermarktung im Sinn. Also das Posten von Meldungen, Beiträgen, Videos, Podcasts … und natürlich persönliche Auftritte mit dem Ziel, bekannt(er) zu werden. Das ist auch vollkommen richtig – als Ergebnis einer wohlüberlegten Markenstrategie.

Markenstrategie heißt übersetzt Branding Strategy. „Branding“ steckt auch in Personal Branding. Genau darum geht es in meiner Beratung. Denn wir unterscheiden uns nur durch die eigene Markenpersönlichkeit in Verbindung mit spezialisiertem Fachwissen von anderen. Also erarbeite ich mit meinen Kunden zunächst die eigene Marke, um die Persönlichkeit „markenwissenschaftlich“ beschreiben zu können.

Das eigene Branding ist die kommunikative DNA der Persönlichkeit

Ich habe eine einfache Markenmethodik entwickelt, um die Marke erlebbar mit der Persönlichkeit zu erarbeiten. Am Ende des Prozesses hat der Kunde den Weg zur Marke maßgeblich begleitet und den Inhalt seiner Marke verstanden.

In der Personal Brands Markenbeschreibung ist alles zu finden, was auch Produkt-, Dienstleistungs- und Unternehmensmarken seit vielen Jahrzenten erfolgreich für ihr Marketing nutzen. Sie beschreibt direkt, was die Persönlichkeit ausmacht, was typisch ist, was sie tut und wo sie hin will. Der Umweg über Analogien (Du bist wie xyz und hast folgende Eigenschaften), Farben (z.B. DISG-System) und weitere indirekten Beschreibungen sind unnötig.

Daraus ergeben sich viele Vorteile: Durch die Markenbeschreibung der Persönlichkeit wird das passende Markendesign klar, die Tonalität der Texte, die Bilderwelten, die Zielgruppen und die Themen der eigenen Marketingkampagne. Außerdem macht eine nach Marketinggesichtspunkten erarbeitete Markenstrategie die Vermarktung der Persönlichkeit „kompatibel“ zu allen Kommunikationsexperten, die es als Freiberufler oder in Agenturen zuhauf gibt: jede(r) vom Fach kann mit der Markenbeschreibung umgehen und daraus die richtigen, zur Persönlichkeit passenden Rückschlüsse ziehen. Last but not least hat die Persönlichkeit selbst ein Kontroll- und Steuerungsinstrument für die eigene Kommunikation.

Wie sieht das Personal Branding Markenmodell aus?

Personal Brands Markenmodell

Werte aus der Vergangenheit, die heute sichtbar sind: Markenkernwerte. Das sind positive Charaktereigenschaften, die durch Veranlagung, Erziehung und persönliche Erfahrungen erworben wurden.

Gegenwart mit Zukunftsbezug: die Positionierung. Sie beschreibt, was die Persönlichkeit als Spezialist(in) für wen macht. Dieses Sätzchen hat es in sich, weil ich in der Beratung versuche, die Persönlichkeit stark zu fokussieren. Denn sonst beschreiben wir einen Bauchladen, der für künftige Kunden nicht einzuordnen ist.

Die persönliche Vision hilft, den kommunikativen Polarstern für die Richtung des eigenen Markekting zu definieren. Dabei ist es nicht erforderlich, die Vision als hartes Ziel zu definieren. Es genügt, die Richtung fest im Blick zu behalten, um sich im eigenen Marketing nicht zu verlaufen.

Menschen lieben Geschichten. Deshalb ist „Storytelling“ eines der bekanntesten Buzzwords im Marketing. Jede Marke hat seine eigene Geschichte – erst recht eine Persönlichkeit. Diese Markenstory hilft, sich kurz und knackig vorzustellen und sich damit interessant zu machen. Das funktioniert online und offline. Nicht selten führt die Markenstory dazu, von anderen wahrgenommen zu werden, die nun mehr erfahren möchten. Ich erlebe das regelmäßig wenn ich sie verwende, um mich vorzustellen.

Die Markenbeschreibung ist das Fundament des künftigen Personal Brandings

Erst jetzt, nachdem die Persönlichkeit als Marke klar beschrieben ist, beginnt die eigentliche Vermarktung. Denn nun wird die Vermarktung nicht mehr „aus dem Bauch heraus“ konzipiert, sondern folgt klaren Vorgaben. Eine Persönlichkeit, die im Markenkern kommunikativ, aufgeschlossen und neugierig ist, braucht eine nach diesen Werten konzipierte Umsetzung. Da ist der grundsätzliche Interpretationsspielraum klar definiert und wird nicht von jedem Texter oder Grafiker individuell gelöst. Das sorgt für die gewünschte Authentizität der Kommunikation, die als typisch beurteilt wird. Der eigene Stil eben, der in der eigenen Persönlichkeit liegt.

Die Umsetzung selbst folgt dem normalen Ablauf, den alle Werbungtreibenden durchlaufen: Zielgruppe definieren, deren Kommunikationsgewohnheiten beachten, Themen aus der persönlichen Spezialisierung sammeln … und loslegen.

Ist die Markenbeschreibung wirklich nötig?

Unbedingt! Personal Branding ist kein Strohfeuer, sondern muss mit Ausdauer und Weitblick betrieben werden. Dazu ist es aus meiner Sicht eines Personal Branding Spezialisten dringend nötig, vorher klar festzulegen, was beworben werden muss. Denn sonst wird alles sehr geschmäcklerisch und von der eigenen Selbstwahrnehmung geprägt oder man überlässt es einfach Fremden. Davon rate ich dringend ab.

Klar, der Prozess ist zunächst aufwendig, aber die Markenbeschreibung kann viele Jahre genutzt werden. Sie wird im Laufe der Jahre immer wertvoller, weil sich dadurch jede Persönlicheit treu bleibt und „auf der Marken“ kommuniziert. Das schafft für künftige Kunden ein klares Markenbild und Verlässlichkeit. Nur solche Menschen gewinnen das Vertrauen und werden bzw. bleiben erfolgreich im Geschäft.

Abb: Grafik ©Stephan Raif, Fotos Public Domain

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