Warum ich so begeistert von der werteorientierten Markenarbeit bin

9. Mai 2016

Markenmethodik Stephan Raif

Mittlerweile habe ich meine Markenmethodik mehrmals bei unterschiedlichsten Persönlichkeiten angewendet und bin immer wieder verblüfft, wie gut sie funktioniert. Meine Kunden erkannten sich im Ergebnis wieder und waren nicht selten davon beeindruckt.

Der Grund dafür ist schnell erklärt. Denn ich erarbeite gemeinsam mit der Persönlichkeit ein klares Bild seiner Markenkernwerte aus, die er im Moment besitzt. Das geschieht nicht nach einem Plan, sondern folgt der eigentlichen Veranlagung meiner Gesprächspartner. Gemeinsam finden wir heraus, wie die Persönlichkeit „tickt“, gewichten das Ergebnis und überprüfen es im Bekanntenkreis. So erhalten wir ein stimmiges Bild passender Markenkernwerte. Diese Vorgehensweise ist keine Wissenschaft, aber man gewinnt als verlässlicher Trend ein Resultat, mit dem man ausgezeichnet arbeiten kann.

Für mich ist diese Markenbildung eine unerlässliche Grundaufgabe für den Personal Branding Prozess. Deshalb wundert es mich, dass viele meiner Kollegen das ganz anders machen. Meist jenseits der klassischen Markenarbeit. Da wird viel „aus dem Bauch heraus“ gearbeitet oder man bedient sich anderer Hilfsmittel.

 

Wie arbeiten andere Berater?

Manche benutzen ein Persönlichkeitsraster, in das sie ihre Klienten einordnen und erklären können. Ich kenne das vom Eneagramm – eine Beurteilungshilfe für Menschen, das die Benediktinern verfeinert und genutzt haben. Diese ist über Jahrhunderte alt und für ein Grundschema recht passend.

Ganz abenteuerlich wird es meiner Meinung, wenn sich Berater Markentypen ausdenken, die stellvertretend für eine Personengruppe beschrieben werden. So gelesen bei Geoffrey & Schulz. Da ist beispielsweise von „Pfadfinder“, vom „weisen Gandalf“ oder vom „Kriegsveteran“ die Rede. Aber wieso dieser Umweg? Selbst, wenn ich mich als einen der Typen erkenne – was nutzt mir das für meine Personenmarke? Nicht viel, das kann ich Ihnen versichern.

Andere steigen sofort mit der Vermarktung ein. Sicher nicht falsch, denn am Ende braucht man die richtigen Sprachrohre, um zu kommunizieren und so eine Marke als Spezialist für das Thema Soundso aufzubauen. Aber kein Marketingfachmann würde empfehlen, ein Produkt zu vermarkten, dessen Marke man nicht beschreiben kann. Das trifft meiner Meinung nach für eine Person viel mehr zu. Schließlich sind es die passenden Markenkernwerte, die jemanden zum Kauf einer Dienstleistung, Beratung oder eines Produktes bei einer Persönlichkeit veranlassen.

 

Was wurde bisher versucht, um der Selbstvermarktung auf die Sprünge zu helfen?

Spannend für mich ist es zu hören, wie meine Kunden bisher versucht haben, sich selbst als Marke zu erkennen und zu vermarkten. Die Palette reicht von Coachings bishin zu Sprech- und Präsentationsseminaren, die sicher ihren Wert besitzen – aber in punkto Personal Branding weniger aufschlussreich sind. Schwächen ermitteln, Auftritt verbessern, Schreibstil verbessern, effektvollere Präsentationen trainieren – all das sind beliebte Themen, die angegangen werden. Mit mehr oder weniger Erfolg.

 

Stärken stärken!

Ich allerdings empfehle meinen Kunden lieber, sich selbst zu erkennen, die eigenen Stärken herauszuarbeiten und diese zu forcieren. Das macht mehr Spaß und ist effektiver als sich mühevoll Fertigkeiten anzutrainieren, die der eigenen Persönlichkeit möglicherweise wenig entsprechen.

Ich kenne beispielsweise einige wirklich gute Spezialisten auf ihrem Gebiet, die druckreif reden können. Nur wenn sie einen Blogartikel über ihre Kunst verfassen sollen, dann wird´s kompliziert: Schachtelsätze, unspannender Aufbau, komplizierte Darstellung. Also ist es doch viel besser, jemanden für die Ausformulierung derer Gedanken zu bezahlen und lieber die Finger vom Schreiben zu lassen.

Aus meiner Sicht ist das alles sehr einfach und leicht zu ermitteln. Aber scheinbar sehen andere darin eine Wissenschaft. Nun gut, jeder wie er will 😉

Abbildung: Public Domain via Pixabay




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