Selbsteinschätzung: Es ist außerordentlich wichtig, eine stimmige Eigenwahrnehmung zu besitzten

14. April 2017

Im Zusammenhang mit Personal Branding kommt sofort das Stichwort „Authentizität“. Das ist naheliegend, aber eben doch nicht so einfach, wie man glaubt. Denn um sowohl persönlich als auch medienübergreifend authentisch zu sein, braucht man eine gute Selbsteinschätzung.

Was nutzt es einem persönlich, wenn man glaubt, ein guter Musiker zu sein, aber von anderen als bestenfalls mittelmäßig empfunden zu werden? Oder dass man seine rethorischen Fähigkeiten überschätzt? Oder wenn man denkt, man kommt beim anderen Geschlecht besonders gut an? Sie kennen die Antwort bereits: nicht sehr viel.

Wer nicht besonders musikalisch ist, ist vielleicht aber ein hervorragender Sportler. Oder wer nicht besonders gut reden kann, kann möglicherweise gut schreiben. Und vielleicht ist es auch nicht besonders wichtig, generell beim anderen Geschlecht gut anzukommen, aber möglicherweise in einem bestimmten Alterssegment.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Personal Brand sollte seine Stärken kennen und muss wissen, wie er von anderen wahrgenommen wird. Genau das ist das Kernstück meiner Beratung: eine marketing-wissenschaftliche Markenbeschreibung der Persönlichkeit. Durch sie werden herausragende Skills sichtbar und zwar aus der Eigen- UND der Fremdsicht der Persönlichkeit.

Aus meiner Erfahrung besitzen Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung eine recht gute Selbsteinschätzung. Im Abgleich zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung gibt es selten eklatante Ausreißer. Die stellte ich ab und zu bei jungen Personal Brands fest – in typischer Weise: die Damen unterschätzen sich und die Herren überschätzten sich stellenweise.

Die neue Generation der +- 30jährigen und Jüngeren

Apropos junge Menschen – damit meine ich die Jahrgänge ab Ende der 80er. Also die vielbeschreibene Generation Y. Viele von ihnen wurden in ihrer Kindheit zu häufig für Selbstverständlichkeiten gelobt. Aufgegessen? Prima! Alleine Fahrrad gefahren? Guuut machst Du das. Flöte gespielt? Gaanz toll!

Deren Eltern haben gelernt, dass man durch Lob mehr erreicht als durch Strenge, was ja vollkommen richtig ist. Aber woher sollen diese Leute, die zu oft für normale Leistungen gelobt wurden, wissen, dass sie etwas besonders gut gemacht haben? Das führt bei manchen zu einer völligen Überschätzung ihres Mittelmaßes, das sie fälschlicherweise für ausgezeichnet halten.

Wichtig ist es, eine klare Einschätzung der eigenen Möglichkeiten zu besitzen, um tatsächlich authentisch zu wirken.

Bevor es in die Vermarktung geht: Markenbestimmung

Jeder Marketing-Spezialist weiß, dass man nur gut bewerben, was man auch gut beschreiben kann. Jede gute Marke besitzt eine Markenbeschreibung analog der obigen aus meiner Personal Branding Beratung. Folglich ist es logisch, einen ähnlichen Standard auch bei Personal Bands anzusetzen.

Das erste Produkt meiner Beratung ist die gemeinsame Erarbeitung der Markenbeschreibung, bestehend aus den Markenkernwerten, dem Einwortwert, einer Positionierung, einem visionären Ziel und einer Markenstory. Erst dann reden wir über Vermarktungsmöglichkeiten.

Genau das ist auch die Besonderheit von Personal Brands. Während sich andere sofort auf die Vermarktung stürzen, erarbeite ich erst einmal die Markenpersönlichkeit. Die von mir bisher betreuten Persönlichkeiten empfanden das stets als sehr aufschlussreich und hilfreich für das weitere Selfmarketing, das viele von ihnen auch wieder in eigenen Netzwerken umsetzen.

 

Bilder: CC0 Public Domain

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