Jürgen Klopp: Selbst bestimmter Ausstieg zum perfekten Zeitpunkt fördert die eigene Karriere mehr als er schadet

31. Mai 2015

Am 30. Mai 2015 wurde Jürgen Klopp in einer großen Abendveranstaltung beim BVB verabschiedet. Sieben Jahre Trainer bei Borussia Dortmund – aktuell auf Platz 7 in der Tabelle (v. 30.05.15), Tendenz sinkend.

Eigentlich war dieser Abend als Siegesfeier vorbereitet – aber Borussia Dortmund verlor im DFB Pokalfinale 1:3 gegen den VFL Wolfsburg. Dabei hätte es jeder Jürgen Klopp nochmals gegönnt: Autokorso auf dem Dortmunder Borsigplatz, Party-LKW, tausende Fans, die sich heulend vor Glück in den Armen liegen und ein letztes Mal eine echt Kloppsche Emotionsrede.

Aus Sicht eines Personal Brands Beraters bestätigt dieser „Abschied“ aber Jürgen Klopps gute Entscheidung. Denn er sah, dass er dem absteigenden BVB nicht mehr helfen kann … und reicht seine Kündigung ein. Aus freien Stücken ohne äußeren Druck. Die Marke Jürgen Klopp ist weder beschädigt noch in Verruf geraten. Er geht lieber aus freien Stücken als sich möglicherweise in ein paar Monaten feuern zu lassen, wie es im Profi-Fussball beinahe üblich ist.

„Es ist nicht so wichtig, was über einen gedacht wird, wenn man kommt. Es ist extrem wichtig, was über einen gedacht wird, wenn man geht.“

(Jürgen Klopp bei seiner Abschiedsfeier, 30.05.2015)

Seiner Karriere hat er mit diesem Abgang eher genutzt als geschadet. Klopp ist einer der Top Fussball-Trainer, dem man es abnimmt, dass ihm das Wohl seiner Mannschaft mehr am Herzen liegt als der eigene berufliche Erfolg. Das ist die Message, die dahinter steckt. „In dem Moment, wo ich das Gefühl habe, dass ich nicht mehr der perfekte Trainer für diesen außergewöhnlichen Verein bin, würde ich es sagen“ (PK v. 15.04.2015). Das hat er immer gesagt, genau so gemeint und jetzt getan.

Dass er als Trainer erste Wahl ist, bezweifelt niemand. Er hat kam von der 2. Liga (Mainz), hat dem BVB neue Energie und Optimismus gegeben, ist kompetent, erfahren und jung genug für vieles, was noch kommt. Er erreicht sowohl seine Spieler als auch die Öffentlichkeit. Seine Pressekonferenzen sind legendär und auch das Publikum liebt ihn. Auch nach seiner Zeit beim BVB wird er beliebt bleiben und ich bin sicher, es haben sich schon längst mehrere gute Vereine und Fussball-Clubs gemeldet, die Jürgen Klopp lieber heute als morgen verpflichten wollen.

Als Personenmarke muss man sich nicht nur über seinen Start, sein Wirken sondern auch über seinen Abschied aus einer Rolle Gedanken machen und diesen selbst steuern. Gelingt das wie bei Jürgen Klopp, so ist das Ende einer Aera der Beginn einer neuen. Wir werden´s in den nächsten Monaten bestimmt erleben.

Beitragsbild:

CC BY-SA 3.0
File: Juergen Klopp 2014.jpg
Hochgeladen von Tim.Reckmann
Erstellt: 8. September 2014
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